Freitag 27.01.2023

Bekanntmachung Öffentliche Ausschreibung

Auftragsbekanntmachung – Sektoren
Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1) Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Hansestadt Lübeck, der Bürgermeister, Lübeck Port Authority
Postanschrift: Einsiedelstraße 6, Gebäude 96
Ort: Lübeck
NUTS-Code: DEF03 Lübeck, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 23554
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Hansestadt Lübeck, Bereich 5.061.2-Fachbereichsdienste / Submission, Mühlendamm 10-12
E-Mail: SUBMISSIONPLANENUNDBAUEN@luebeck.de
Telefon: +49 451/122-60-14
Fax: +49 451/122-60-90
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.luebeck.de

I.3) Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.subreport.de/E14583618
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen

I.6) Haupttätigkeit(en)
Hafeneinrichtungen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1) Umfang der Beschaffung

II.1.1) Bezeichnung des Auftrags:
Lübeck-Travemünde Skandinavienkai - Verlängerung Anleger 3

II.1.2) CPV-Code Hauptteil
71320000 Planungsleistungen im Bauwesen - IA27

II.1.3) Art des Auftrags
Dienstleistungen

II.1.4) Kurze Beschreibung:
Die Hansestadt Lübeck, vertreten durch die Lübeck Port Authority, plant am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde die Verlängerung des bestehenden Anleger 3. Ziel des Projektes ist es, zukünftig größere Schiffe in Verbindung mit dem bestehenden Anleger 4 gleichzeitig abfertigen zu können.
Die Anleger 3 und 4 befinden sich am nördlichen Ende des Skandinavienkais. Der Bereich wurde in den Jahren 1998 bis 2000 umgebaut, so dass eine durchgehende Kaimauerlinie zum flexibleren Anlegen der Schiffe hergestellt wurde.
Die planmäßige Wassertiefe am Anleger 4 liegt nunmehr auf NHN -9,50 m, wobei die Uferwand und
angrenzenden Umschlagsbereiche für eine allgemeine Verkehrslast von 50 kN/m² ausgelegt sind. Aktuell ist der Bereich bis auf eine Hafensohle von NHN -6,0 m (Anleger 3) bzw. NHN -9,5 m (Anleger 4) ausgebaggert. Die Gesamtlänge beider Anleger beträgt zurzeit rd. 510 m.
Zum heckseitigen Be- und Entladen der anlegenden Schiffe sind aktuell zwei Pontonlagen in Betrieb.
In nördlicher Verlängerung besteht zudem ein Flüssiggut-Anleger mit einer Gesamtlänge von ca. 115 m. Die Uferwand ist in diesem Bereich teilgeböscht ausgebildet und mit einer Holzspundwand gesichert. An den Flüssiggut-Anleger angrenzend befindet sich hinter der nördlichen Grundstücksgrenze eine in Privatbesitz befindliche Marina mit Liegeplätzen für Sport- und Segelboote sowie einem Werftgelände.

II.1.5) Geschätzter Gesamtwert

II.1.6) Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

II.2) Beschreibung

II.2.3) Erfüllungsort
NUTS-Code: DEF03 Lübeck, Kreisfreie Stadt

II.2.4) Beschreibung der Beschaffung:
Es sind die Ingenieursleistungen nach § 41 ff und nach § 49 ff der HOAI (2021) für die Leistungsphasen 1 bis 4 zu erbringen.

II.2.5) Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Qualität der Angebote / Gewichtung: 50 %
Preis - Gewichtung: 50 %

II.2.6) Geschätzter Wert

II.2.7) Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 16
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein

II.2.10) Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein

II.2.11) Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Beauftragung für die Planungsleistungen zunächst für Leistungsphasen 1 bis 2, optional Folgebeauftragung für Leistungsphasen 3 bis 4

II.2.13) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

II.2.14) Zusätzliche Angaben
Die LPA behält sich gemäß § 15 Abs. 4 SektVO vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote zu vergeben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1) Teilnahmebedingungen

III.1.1) Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem
Berufs- oder
Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:
Die Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB dürfen nicht vorliegen und das Unternehmen darf keinen
Bezug zu Russland im Sinne der VO (EU) 2022/576 haben.

III.1.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
Nachweis der Gesamtjahresumsätze in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren. Der geforderte
Mindestjahresumsatz beträgt dabei 2,0 Mio. EUR. Dies betrifft die Jahre 2022, 2021 und 2020. Sollten die
Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2022 noch nicht vorliegen, sind die Umsatzzahlen für die Geschäftsjahre 2021, 2020 und 2019 anzugeben und die Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2022 nachzureichen, sobald diese vorliegen.
Nachweis über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung oder Erklärung, dass im Auftragsfall eine
Berufshaftpflichtversicherung mit der Mindestdeckungssumme abgeschlossen wird.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
Der geforderte Mindestjahresumsatz beträgt 2,0 Mio. EUR.
Haftpflichtversicherung für Personenschäden in Höhe von mind. 3.000.000 EUR und für sonstige Schäden
(Sach- und Vermögensschäden) in Höhe von mind. 1.000.000 EUR Deckungssumme. Es ist der Nachweis zu
erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistungen mind. das Zweifache der Versicherungssumme pro Jahr beträgt.
Bei Bewerbergemeinschaften für jedes Mitglied getrennt.

III.1.3) Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:
1. Team: Angabe des für die Auftragserfüllung vorgesehenen Projektteams mit Namen, Berufsbezeichnung und beruflicher Qualifikation.
2. Referenzen: Nachweis von 2 Referenzprojekten. Als Referenzprojekt wird die planerische Erarbeitung von
vergleichbaren Verkehrswasserbauten (konstruktiver Wasserbau) in Seehäfen in den Leistungsphasen 1-4
gemäß HOAI anerkannt. In jedem Referenzprojekt müssen Planungsleistungen der Tragwerksplanung nach §§ 49 ff. oder der Planungen von Ingenieurbauwerken nach §§ 41 ff. der HOAI 2021 erbracht worden sein.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
1. Team: Es stehen als Planungsteam mindestens 1 Projektleiter:in, 1 Tragwerksplaner:in, 1 Objektplaner:in
Ingenieurbauwerke und 1 Zeichner:in für die Erbringung der erforderlichen Planungsleistungen zur Verfügung. Mindestens der/ die Projektleiter:in verfügt über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung.
2. Referenzen: Die Referenzprojekte müssen mindestens 2 verschiedene Ausführungsvarianten umfassen.
Als Referenzprojekt wird die planerische Erarbeitung von vergleichbaren Verkehrswasserbauten (konstruktiver Wasserbau) in Seehäfen in den Leistungsphasen 1-4 gemäß HOAI mit Baukosten von mindestens 7,5 Millionen EUR netto anerkannt.

III.2) Bedingungen für den Auftrag

III.2.1) Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: § 75 VgV, §§ 57 LBO Schleswig-Holstein zugelassen sind:
— Personen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates als freischaffende Architekten bzw. Ingenieure tätig und zum Führen dieser Berufsbezeichnung oder zum Tätigwerden in der Bundesrepublik Deutschland berechtigt sind, ggf. ist der Nachweis nach den entsprechenden EU-Richtlinien zu führen;
— juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf Planungsleistungen gerichtet ist
und einen verantwortlichen Berufsangehörigen im vorstehenden Sinne (vgl. 1. Spiegelstrich) benennen

III.2.2) Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
Zahlung des Vergabemindestlohnes von 9,99 EUR (brutto), siehe § 4 Vergabegesetz Schleswig-Holstein.

III.2.3) Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1) Beschreibung

IV.1.1) Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit vorherigem Aufruf zum Wettbewerb

IV.1.3) Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem

IV.1.4) Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote

IV.1.8) Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja

IV.2) Verwaltungsangaben

IV.2.2) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 08/02/2023
Ortszeit: 12:00

IV.2.3) Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 15/02/2023

IV.2.4) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch

IV.2.6) Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 16/06/2023

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1) Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein

VI.3) Zusätzliche Angaben:
Es handelt sich hier um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach § 15 SektVO. Diese
Bekanntmachung dient der Bekanntmachung des Teilnahmewettbewerbs

VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren

VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Schleswig-Holstein beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus
Postanschrift: Düsternbrooker Weg 94
Ort: Kiel
Postleitzahl: 24105
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@wimi.landsh.de
Telefon: +49 4319884640
Fax: +49 4319884702
Internet-Adresse: www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/V/vergabekammer.html

VI.4.3) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Ein Antrag auf Nachprüfung ist gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 GWB nur zulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren
vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber innerhalb von 10
Kalendertagen gerügt hat,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Auftragsbekanntmachung erkennbar sind, spätestens bis Ablauf der in der Auftragsbekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt worden sind,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) nicht mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
09/01/2023

Informationen
  • Veröffentlicht am:
    11.01.2023
  • Ablauf der Angebotsfrist am:
    08.02.2023